Geisterhausspiel des CVJM Winnenden

24.01.2012 17:14 von Tim Schächterle (Kommentare: 0)

Geisterspiel

Wer hat nur das Licht geklaut?

Geister waren in Winnenden am Samstag nach Allerheiligen unterwegs, gemeine und hinterlistige Biester besaßen die Frechheit das Licht zu klauen. Oder zumindest so am Stromkasten herumzuspielen, dass kein Licht mehr in Winnenden brannte. Ok, ganz so war es dann auch nicht, sie beschränkten sich auf die alte Pfleiderer-Villa im Mörikeweg. Nur gut, dass da schon lang keiner wohnt. Oder etwa doch?

Aufmerksame Nachbarn hatten beobachtet, wie zwei Tage zuvor eine Horde junger Leute sich in der Villa zu schaffen machte und allerhand Krempel in das Haus schaffte. Es wurde vor allem von einem Haufen Altpapier und Kartonagen gesprochen, aber auch Tannenbäume und allerhand elektronisches Gerät schleppte man an. Noch dazu begannen die jungen Leute, die Fenster mit den mitgebrachten Kartons von innen zu verkleben. Einige berichten auch von einem ominösen LKW, der sich den Mörikeweg hinauf quälte und seltsam blau gefärbte Häuschen ablud. Diese trugen die Aufschrift „DIXI“, wollte etwa der weltbekannte Mobilkloaufsteller hier ein anonymes, von der Außenwelt abgeschottetes Testzentrum einrichten? Jedenfalls mutete die Szenerie sehr seltsam an. So schnell wie die jungen Leute kamen, so schnell waren sie auch wieder weg. Tags darauf war um die Villa herum niemand anzutreffen, nur ein paar Spaziergänger wunderten sich über den Geschmack, den wohl der neue „Besitzer“ der Villa haben musste. „Dixiklos im Vorgarten - Sachen gibt’s?!“

Am Samstag rückte die Meute dann schon wieder an, ging ein und aus, parkten den Mörikeweg und den angrenzenden Weinberg mit ihren Autos zu, schleppten schon wieder Weihnachtsbäume an und drehten im Haus Musik auf, sodass einige Nachbarn sich wohl einen freien Samstag gönnten und den restlichen Tag ihr Haus verließen. Am Nachmittag kamen plötzlich einige Kinder den Mörikeweg hinauf und verschwanden in der Villa, so langsam wurde klar, dass hier etwas anderes geschah, als die Errichtung eines Dixiklo-Testzentrums. Außerdem waren überall Schilder des CVJM aufgehängt, es musste also etwas anderes sein.

So war es dann auch, denn die Mitarbeiter des CVJM veranstalteten ein Geisterhausspiel für Groß und Klein. Diese fiesen Geister hatten nämlich an den Sicherungskästen herum gespielt und nun brannte im ganzen Haus kein Licht mehr, es war also stockdunkel. Nun ließen sich die Geister nicht einfach so vertreiben, sondern mussten mit Geschick und Cleverness verscheucht werden. Ziel war es die Sicherungskästen ausfindig zu machen und die Sicherungen wieder einzuschalten. Denn Licht können Geister überhaupt nicht leiden. Ganz so einfach gaben die Geister aber den Weg zu den Sicherungskästen nicht preis, sie stellten Aufgaben die gelöst werden mussten. So musste man in einem stockdunklen Raum des Waldgeistes (deshalb auch die Tannenbäume), Knicklichter finden und dabei aufpassen, dass man die Aufgabe auch in der vorgesehenen Zeit löste. Außerdem sollte man sich nicht von sprechenden Bäumen ablenken lassen. Hinzu kam, dass die Geister sehr launisch waren und es von Zeit zu Zeit eine Geisterstunde gab. Plötzlich aufkommende laute und schauerliche Musik, sowie durch die Luft zuckende Lichtblitze kündigten die Geisterstunde an. Da konnte es dann passieren, dass man einem plötzlich lebendig gewordenen Tannenbaum zwischen die „Äste“ kam und sich kurz darauf im Kerker vor einer Schüssel mit leckerer Geisterspeise wiederfand. Die musste natürlich gegessen werden.

Schlussendlich gelang es den Kindern jedoch, wie auch den Jugendlichen die Geister zu vertreiben und so wieder für Erleuchtung im Haus zu sorgen. Im Licht waren die Geister gar nicht mehr so ängstigend, wie zuvor in der Dunkelheit. Passend zum Thema gab es nach dem Spiel auch noch eine Andacht für die Teilnehmer, die zum Ausdruck brachte, dass sich mit Gottes Hilfe niemand fürchten muss, weder in der Dunkelheit, noch wenn er alleine ist. Zufrieden und den Bauch voll mit leckerer Geisterspeise gingen die Kids und drei Stunden später auch die erschöpften, aber zufriedenen Mitarbeiter nach Hause.

Vielen Dank an alle die dabei waren!

Benedikt Helber

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